Warum Bundesschwester werden?

Auf dieser Seite möchten wir dir ein wenig helfen diese Frage zu beantworten. Einige unserer Bundesschwestern haben sich dieser Frage noch einmal gestellt und für dich ihre persönliche, kleine Geschichte und ihre eigenen Gründe ihrer Aktivmeldung aufgeführt.


„Wie ich eine Gratie wurde:

 

Das erste Mal hörte ich von der ADV Gratia Aurora, als ich auf einer Party zwei meiner zukünftigen Bundesschwestern kennenlernte. Ich hatte bereits in der Heimat einige Erfahrungen mit Verbindungen gesammelt, wobei diese stets positiv waren und war dementsprechend erfreut zu hören, dass es in Greifswald sogar eine Damenverbindung geben würde. Ich verstand mich mit den Mädels sehr gut und freute mich, als ich auch nach der Party mehrfach zu Veranstaltungen oder einfach dem gemeinsamen Mittagessen eingeladen wurde. Trotzdem schaffte ich es zeitlich nie, einer der Einladungen nachzukommen und erst der Zufall brachte uns erneut zusammen. 

Beim Running Dinner traf ich meine liebe Bundesschwester Raijana wieder und sie lud mich zum nächsten Stammtisch ein. So lernte ich dann auch die anderen Mädels kennen und fühlte mich von Anfang an willkommen und wohl. Alleine zu einer bereits bestehenden Gruppe hinzuzustoßen kann eine Herausforderung sein, doch ich fühlte mich von Beginn an, als wäre ich schon immer dabei gewesen. Nach einem tollen Abend freute ich mich sehr, erneut etwas mit den Mädels zu unternehmen und entschloss mich letztlich am 30. Juni 2016, mich aktiv zu melden. 

Meine Aktivmeldung habe ich seitdem in keiner Sekunde bereut oder angezweifelt. In meinen Bundesschwestern habe ich nicht nur Freundinnen, sondern eine zweite Familie gefunden. Eine Familie, die stets für mich da ist, mich in allem unterstützt und zu jedem Zeitpunkt hinter mir steht. Der Bund ist für mich eine feste Konstante geworden und ich bin froh, ihn als Teil meines Lebens zu haben. Es erfüllt mich mit Stolz, ein Teil dieser Verbindung zu sein, sie mitzugestalten und an ihrer Entwicklung teilhaben zu können. Ich freue mich auf alles, was ich noch mit meinen lieben Bundesschwestern erleben werde und bin gespannt, was die Zukunft für uns und unseren Bund bereithält.

 

Katharina Z!“


"Warum ich eine Gratie wurde

Das erste Mal sah ich die Mädels auf einer Verbindungsparty. Ich war schon im zweiten Semester
und war mit meinen Kommilitonen dort. Dass das eine Verbindungsparty war, erfuhr ich jedoch
erst später, als ich die ganzen Herren mit Band sah. Erst dann sah ich auch zwei Mädels mit Band,
die sich unterhielten. Angeheitert wie ich war, quatschte ich sie direkt an und habe gefragt, warum
sie denn auch ein Band tragen. Ich habe viele Fragen gestellt, unter anderem auch, ob sie denn
auch fechten oder was sie denn so machen. Die Mädels waren sehr nett und, um mir die Option
offen zu halten mir das eventuell nochmal anzugucken, fragte ich nach einer Hompage o.ä. Wir
befreundeten uns bei Facebook und dabei blieb es erst einmal.
Ich muss dazu sagen, dass ich wirklich extreme Vorurteile gegen Studentenverbindungen hatte. Ein Freund, der sich mal in einer anderen Stadt ein Zimmer auf einem Haus angeguckt hatte,
berichtete, dass die mit scharfen Klingen fechten und da auch öfter Verletzungen entstehen. Mir
war es völlig unbegreiflich, warum die sich die Köpfe blutig schlagen! Damit war meine Meinung
entstanden und alle Studentenverbindungen waren für mich ein düsteres Mysterium, was ich nicht durchdringen konnte. Anschließend ging mein Freund mal zu einer Kneipe von einer Verbindung hier in Greifswald und kam ganz positiv gestimmt danach zurück. Er erzählte mir alles, aber mein Unverständnis und meine Vorurteile konnte er nicht revidieren.
Also vorurteilsbehaftet wie ich war, traf ich eben die Mädels, die mich dann im Laufe der Zeit auch
immer mal wieder zu Veranstaltungen einluden. Oftmals war ich jedoch schon anderweitig
verplant- Studium, Kommilitonen etc. Ich freute mich aber, dass ich trotz mehrerer Absagen immer wieder mal gefragt wurde und war auch zwei oder drei Mal mit den Mädels unterwegs.
Dann wollten die Mädels ein Wochenende nach Berlin fahren, weil dort ein Stiftungsfest statt
gefunden hat. Obwohl ich erst so selten dabei gewesen war, wurde ich gefragt, ob ich mitkommen
möchte. Ich habe lange hin und her überlegt, weil ich die Mädels ja noch gar nicht richtig kannte.
Andererseits, was konnte mir schon schreckliches passieren? Maximal ein vergeudetes
Wochenende in Berlin. Also was solls, ich sagte zu.
Ich hatte wirklich ein tolles Wochenende in Berlin! Normalerweise verstehe ich mich mit Jungs
besser, weil die einfach (normalerweise ;)) unkomplizierter und weniger zickig sind. Aber ich habe
mich wirklich mit allen Mädels toll verstanden und alle waren offen und herzlich. Sie haben mich
durchweg versucht zu integrieren und ich habe mich immer gut aufgehoben gefühlt.
Also die Mädels mochte ich, war da noch dieses Verbindungsding. Ich habe viele Fragen gestellt
und ich hatte immer das Gefühl, dass ich niemals dafür ausgelacht wurde und mir alles ehrlich
beantwortet wurde. Jedoch konnte ich das Ganze irgendwie noch nicht so richtig durchdringen und wartete die ganze Zeit auf den Haken an der Geschichte- vergebens. Es gab einfach keinen. Auch das Stiftungsfest gefiel mir gut, auch wenn die ganzen altertümlichen Gewänder und Lieder für mich etwas ganz Neues waren.
Schließlich meldete ich mich um 3 Uhr nachts auf der Rückfahrt vom Festkommers in der S-Bahn
aktiv und bereue es bis heute kein Stück! Im Rückblick bin ich fast auf mich selbst ein bisschen
sauer, dass ich so viele Vorurteile hatte, da ich mich selbst eigentlich für einen sehr toleranten und offenen Menschen halte. Mittlerweile kann ich verstehen, warum einige Verbindungen fechten, bin aber froh, dass mein Freund oder ich damit nichts weiter zu tun haben.
Für mich hat die Verbindung direkt keinen klaren Vorteil damals gebracht. Ich hatte bereits einen
guten Freundeskreis aufgebaut und war rundum sehr zufrieden. Trotzdem bin ich heute sehr froh
ein Teil davon zu sein, da das Band ein Stück weit die Freundschaft unterstreicht und es einfach
nochmal eine andere Art einer Freundschaft ist, die ich sonst so nie kennengelernt hätte. Ich war jahrelang Cheerleader (ja, noch ein tolles Klischee :D) und habe natürlich den Sport sehr gemocht,
aber noch mehr den Teamgeist und Zusammenhalt, der auch nötig ist, wenn man anderen sein
Leben anvertraut ;) Genau das Zusammengehörigkeitsgefühl habe ich hier wiedergefunden. Auch
wenn man sich nicht mit jedem gleich gut versteht, sind wir einfach eine tolle Runde, die
füreinander einstehen und Konflikte super lösen können. Ich freue mich auf die noch kommende
Zeit und möchte meine Gratien (wie meine Freunde immer so süß sagen) nicht mehr missen!

 

Raijana  Z!"


"Wie ich Gratie wurde:

Ich wurde erstmals auf die ADV Gratia Aurora durch eine Freundin von mir aufmerksam. Mich interessierte die Damenverbindung und ich wollte mehr erfahren. Alles, was ich über die Verbindung erfuhr, gefiel mir, wobei zwei meiner zukünftigen Bundesschwestern, Katharina und Eva, dabei die „Aufklärungsarbeit“ leisteten. Bei einem gemeinsamen Frühstück lernte ich gleich noch mehr von den Gratien kennen, die mich von der ersten Minute an herzlich empfingen und zwischen diesen Mädels ich mich sofort wohl fühlte. Eva lernte ich mit der Zeit am besten von den Gratien kennen und wir freundeten uns schnell an. Gemeinsame Abende und ihre Geburtstagsfeier von ihr führten dazu, dass mich nun die anderen öfter fragten, ob ich nicht beitreten wolle. Ich selbst hatte darüber schon nachgedacht, mich zunächst aber dagegen entschieden. Es lag nicht an den Frauen und es hatte auch nichts mit der Verbindung zu tun. Zu diesem Zeitpunkt war ich einfach der völligen Überzeugung, dass ich es nicht schaffen würde, mein Studium und die Verbindung unter einen Hut zu bekommen. Auch das Argument, dass die Verbindung wie eine Art Familie am Studienstandort ist, war für mich kein Grund ja zu sagen, weil ich meine Familie in Greifswald schon gefunden hatte. Somit war für mich ein Beitritt abgehakt. Der Kontakt zu allen blieb trotzdem bestehen, vor allem zu Eva.

Am 18. Juni 2014 wendete sich jedoch das Blatt und ich meldete mich am Abend dieses Tages aktiv.

Da stellt sich wirklich die Frage, was schlussendlich doch dazu führte, dass ich mich aktiv meldete und ein Teil des Bundes werden wollte. Ich dachte an diesem Tag nochmals über alles nach. Oft hatten Katharina und Eva gesagt, dass wir uns gegenseitig stützen, damit die Aufgaben in der Verbindung und auch das Studium funktionieren.

Für mich stellte sich zu diesem Zeitpunkt die Verbindung als eine Art Vereinsersatz dar. Einen großen Anteil hatte auch meine heutige Leibdame Eva. Ich fühlte mich schon vor meiner Aktivenzeit ihr sehr verbunden, was mir meine Leibdamenwahl vereinfachte. Heute würde ich sie für mich sogar wie eine große Schwester beschreiben, die mich auch motiviert, wenn ich nicht in die Gänge komme.

Alles in allem habe ich es nicht bereut mich für die Gratien entschieden zu haben und bin heute stolz ein Teil dieses Bundes zu sein. Ich möchte es nicht mehr missen zu diesen liebenswerten, etwas verrückten, gewitzten, einfühlsamen, ehrlichen und verlässlichen Mädels zu gehören, denn sie bereichern mein Leben. Natürlich komme ich nicht mit jeder gleich gut aus, aber das ist auch gut so. Und trotzdem besteht unter uns allen ein enormer Zusammenhalt.

Man kann es für Außenstehende wirklich schwer beschreiben, was eine Verbindung von einer „normalen Freundschaft“ unterscheidet. Es ist einfach etwas anderes und nur schwer in Worte zu fassen. Ich bin der Meinung, man muss es selbst erlebt haben, um es wirklich verstehen zu können. Also macht euch am besten selbst ein Bild, überlegt gut und entscheidet euch nicht zu schnell dagegen wie ich. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich mich schneller für meinen Beitritt hätte entscheiden sollen.

Johanna  Z!"


"Auf einer Party lernte ich zwei Damen kennen, die ein Band trugen. Da ich von Damenverbindungen in Greifswald gehört habe, habe ich mich gefreut, sie dort zu treffen.

Da alles ganz neu für mich war und ich das Verbindungsleben eine interessante Sache fand, stellte ich viele Fragen - auch wie man Mitglied werden kann.

Katharina und Antonia waren sehr freundlich, haben alle meine Fragen beantwortet und mich zum gemeinsamen wöchentlichen Frühstück eingeladen, wo ich noch weitere Damen kennenlernte.

Nachdem ich noch zu weiteren Veranstaltungen eingeladen wurde und auch bei der Semesterantrittskneipe am 18.10.2014 Gast sein konnte, meldete ich mich bei dieser aktiv. Ich freue mich auf das Zusammenleben mit meinen Bundesschwestern und mich für die Verbindung zu engagieren.

 

Arezoo  Z!"



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